Geschichte der Dampfboote

Allgemeine Informationen über Dampfboote

In der Mitte bis gegen Ende des 19 Jahrhunderts zeichnete sich besonders im Bereich der Marine ein zunehmender Bedarf an kleinen, maschinengetriebenen Booten ab. Diese sollten helfen, um von vor Anker liegenden Schiffen “bequemer” an Land zu kommen und um auch Schleppaufgaben bei deren Beladung etc. zu übernehmen.

Dampfgetriebene Fischerboote erlaubten ausserdem eine raschere, zuverlässige und effizientere Erschliessung der Fischgründe.
“Dampf-Pinassen” bewährten sich immer mehr und verbreiteten sich in allen Kolonialbereichen und darüber hinaus in den verschiedensten Ländern der Welt.

Windermere im Lake-Distrikt in England entwickelte sich speziell im Bereich privat genutzter Dampfjachten und -Boote zum Mekka dieser Szene.
Bezüglich Bauarten bei dieser Gattung gibt es unzählige Varianten, die alle dem Ziel dienen, dem Betreiber oder Eigner mit unterschiedlicher Priorität Freude, Erfüllung, Prestige und Transportmöglichkeit zu vermitteln.

Ob mit oder ohne Aufbauten, einfachste oder luxuriöseste Ausführung mit unterschiedlichsten Materialien, man findet einfach alles. Selbst beim Antrieb variieren die Kessel- und Maschinenbauarten, sowie die Betriebskonzepte in vielfältigster Weise.

So kann man heckradgetriebene Katamarane, propellergetriebene Salonschiffe mit 3-Zylinder-Verbundmaschinen und liegendem Wasserrohrkessel ...oder Seitenraddampfer mit oszylierender Gleichdruckmaschine und stehendem Rauchrohrkessel etc, die mit Kohle, Gas, Heizöl, Petrol etc. etc. betrieben werden, finden.

Die technische und betriebliche Herausforderung ist es vielleicht, die neben dem Fahrerlebnis den besonderen Reiz ausmacht und besonders in unseren Gebieten die Wiederbelebung dieser Spezies ausgelöst hat. Personen mit unterschiedlichsten Berufen sind involviert.
Bei Dampfbetrieb mit Holzfeuerung wird sogar der Forderung nach Nachhaltigkeit entsprochen, womit auch die Aktualität gewährleistet wäre.